FAQ - häufige Fragen und Antworten

Regelmäßig werden ähnliche Fragen an mich gestellt. Im Folgenden will ich Ihnen gerne vorab Antworten dazu liefern,


Allerdings ... eine Unternehmensnachfolge oder ein Unternehmens(ver)kauf oder der Umgang in Krisensituationen ist immer eine sehr spezielle Angelegenheit und pauschale Aussagen sind vor diesem Hintergrund schwierig.

 

Es kommt immer auf den Einzelfall an!


Ich beantworte an dieser Stelle die Fragen "so gut es geht".


Ich freue mich aber sehr über Ihren Anruf oder Ihre Kontaktaufnahme z.B. per E-Mail!


Häufige Fragen zur Unternehmensnachfolge

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit der Nachfolgeplanung zu beginnen?

    Idealerweise starten Sie frühzeitig – häufig wird ein Zeitraum von 3 bis 5 Jahren empfohlen. So bleibt genug Zeit, um Ihr Unternehmen optimal aufzustellen, bilanzielle Themen zu regeln, rechtliche und steuerliche Fragen zu klären und den passenden Nachfolger zu finden. 


    Leider ist die Welt oftmals nicht "ideal" und manchmal muss es schnell gehen, auch dafür gibt es Lösungen, die vom jeweiligen Einzelfall abhängen. Wir helfen Ihnen dabei!


     

  • Welche Nachfolgeoptionen habe ich überhaupt?

    Grundsätzlich gibt es vier Wege:

    • Übergabe an die Familie
    • Übergabe an Mitarbeiter oder Management (MBO „Management-Buy-out“)
    • Verkauf an externe Unternehmer oder Investoren (MBI "Management-Buy-In", strategische Investoren, Finanzinvestoren, Family Offices, Netzwerke mit Branchenfokus u.a.)
    • Mischformen (z. B. Teilverkauf oder Beteiligung)

    Jede Option hat Vor- und Nachteile – wir helfen Ihnen, den richtigen Weg für Ihre Situation zu finden.

  • Wie finde ich heraus, was mein Unternehmen wirklich wert ist?

    Grundlage ist eine Unternehmensbewertung nach etablierten Standards, wie z.. dem IDW S1 (neue Fassung 2025 kurz vor Verabschiedung). 


    Letztlich ergibt sich der Wert des Unternehmens aus dessen Fähigkeit, in Zukunft Erträge und Cash Flow zu generieren.  


    Zwar mag Ausgangspunkt die Rückschau sein im Sinne einer "bewiesenen" Ertrags- und Cash Flow-Generierungskraft, zentral aber ist der Blick in die  Zukunft.   Sogenannte weiche Faktoren wie Kundenstamm, Mitarbeiterbindung und Marktposition fließen dabei auch ein, da diese diese Fähigkeit zur Generierung von Erträgen und Cash Flow ja sicherstellen.


    Und ... UnternehmensWERT ist das eine, KaufPREIS ist das andere - mit Wettbewerb im Kreis der Kaufinteressenten und strategisch sinnvollen Interessenten lässt sich ein optimaler Preis erzielen. 


    Oftmals stellt sich bei Vorgesagtem die Frage, ob eine formal umfassende und objektive Unternehmensbewertung eigentlich notwendig ist oder es Ihre Kosten schont, ein anderes, sinnvolles Bewertungsinstrument zu nutzen. Fragen Sie uns!


    Wir setzen anerkannte Bewertungsmethoden ein und übersetzen diese für Sie verständlich. Und wir haben dabei Ihre Kosten im Blick für eine sinnvolle und hinreichende, optimale Wertermittlung.

  • Wie kann ich sicherstellen, dass mein Lebenswerk weitergeführt wird?

    Wichtig ist, klare Kriterien für den Nachfolger festzulegen – z. B. Werte, Branchenkenntnis und strategische Ziele.

    Wir helfen Ihnen, diese Kriterien in eine geeignete und für Sie zutreffende Ordnung zu bringen. Und in Gesprächen mit Interessenten prüfen wir, ob diese Ihr Unternehmen im Sinne Ihrer Vision weiterführen können.

  • Welche steuerlichen und rechtlichen Themen muss ich beachten?

    Themen wie Erbschafts- und Schenkungssteuer, Vertragsgestaltung oder Gesellschaftsrecht spielen eine zentrale Rolle. Eine frühzeitige Abstimmung mit Steuerberatern und Juristen vermeidet spätere Überraschungen und spart bares Geld.


    Wir arbeiten vertrauensvoll mit Ihren bestehenden Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Juristen zusammen. Gerne vermitteln wir auch Kolleginnen und Kollegen für Spezialthemen, wie die Erstellung und Verhandlung eines Unternehmenskaufvertrages. 


    Wir beraten niemals in steuerlichen oder rechtlichen Angelegenheiten, sondern geben höchstens Anregungen, was der für diese Themen zugelassene Experte noch beachten könnte.

  • Welche Belastung erwartet mich als Verkäufer im Verkaufs- und Nachfolgeprozess?

    In der Anfangsphase ist der Verkäufer eines Unternehmens gefordert, die benötigten Dokumente zusammenzutragen, der Zeitbedarf dafür ist sehr unterschiedlich. 


    Ihr individuell sinnvolles Nachfolgekonzept wäre festzulegen, dies erfolgt in einem persönlichen Gespräch.


    Bei Erstellung für den Verkauf notwendiger Dokumente sind ein paar Abstimmungsprozesse notwendig und Sie müssten für Rückfragen zur Verfügung stehen und letztlich die Dokumente freigeben. Welche Dokumente sinnvoll sind, lässt sich zum Teil effizient gestalten.


    In der Phase der anonymisierten Recherche über einen Berater hängt Ihre Zeitbelastung davon ab, wie viel Freiraum Sie einem Berater dafür gewähren wollen.  


    Gefordert sind Sie natürlich in den Verkaufsgesprächen mit konkreten Interessenten. Der von Ihnen zu investierende Zeitumfang ist hier durchaus nennenswert. Aber auch hier gibt es wesentliche individuelle Unterschiede. Falls Sie mit einem Interessenten in einer frühen Phase schon sehr weit kommen, könnten Sie sich auf diesen konzentrieren. Je mehr Wettbewerb Sie in den Gesprächen zwischen den Interessenten aufrecht erhalten können, desto besser aber in der Regel der Kaufpreis, desto höher ist aber auch Ihre Inanspruchnahme.

  • Wie gehe ich mit meinen Mitarbeitern in der Nachfolge um?

    Mitarbeiter sind oft das Herzstück des Unternehmens. Der Grat zwischen Vertraulichkeit im Prozess und Transparenz im Übergang ist oftmals schwierig. Zentral ist ein gutes Timing bei der Kommunikation. 


    Die Einbindung von Schlüsselpersonen schafft Vertrauen und Stabilität während des Übergangs. Manchmal sind zentrale Führungspersonen auch schon im Laufe des Prozesses frühzeitiger einzubinden, als der Mitarbeiterstamm im Ganzen, denn auch ein potentieller Nachfolger hat hier oftmals besondere Interessen.


    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ganzen werden dann oftmals (aber nicht immer) schon zusammen mit dem Nachfolger informiert, dass reduziert nämlich die Unsicherheit bei den Mitarbeitern und schafft einen reibungslosen Übergang. 


    Das taktische Vorgehen ist letztlich abhängig vom jeweiligen Einzelfall. Wir helfen Ihnen gerne dabei. 

  • Welche Rolle spiele ich selbst nach der Übergabe noch?

    Viele Nachfolger wünschen sich eine Übergangsphase, in der Sie Ihr Wissen weitergeben. Manche Unternehmer ziehen sich sofort zurück, andere bleiben über einen Beratervertrag eingebunden. 


    Die Gestaltung ist flexibel und hängt von Ihren Wünschen ab und letztlich dem "Gesamtpaket" der Unternehmensübergangs.

  • Wie finde ich den passenden Nachfolger oder Käufer?

    Wir greifen auf ein breites Netzwerk aus Investoren, Unternehmern und Branchenkontakten zurück. Durch eine strukturierte Auswahl und persönliche Gespräche finden wir Kandidaten, die sowohl finanziell als auch menschlich passen.

  • Wie genau ist der Ablauf einer Unternehmensnachfolge?

    a) Vorbereitung "im weiteren Sinne"


    Die Vorbereitung "im weiteren Sinne" ist sehr individuell und kann je nach Situation vollkommen unterschiedlich sein! Ist das Unternehmen für eine Übergabe neu aufzustellen? Muss ein/e Nachfolger/in (aus der Familie oder der Belegschaft) entsprechend vorbereitet und schrittweise in das Unternehmen eingeführt werden? Sind bilanzielle Themen (Pensionsrückstellungen als Klassiker) erst vorab zu regeln? usw. usf. 


    Die spezifischen Notwendigkeiten in der Vorbereitung im weiteren Sinne lässt sich nur in einem Gespräch klären!



    b) Vorbereitung "im engeren Sinne"


    Zusammentragen der relevanten Informationen (als Verkäufer eines Unternehmens unterliegen Sie gesetzlich bestimmten Aufklärungspflichten). Evtl. Erstellung Notfallkonzept (dies gehört zum Standard ordnungsgemäßer Nachfolgeberatung). Erstellung eines Kurzprofils ("Teaser") für die anonyme Marktansprache, ggf. auch Erstellung eines Unternehmensprofils (InfoMemo). Dabei auch fundierte Unternehmensbewertung nach den etablierten Verfahren. Erarbeitung des Nachfolgekonzeptes nach den individuellen Vorstellung des Verkäufers.


    Alle o.g. Dokumente kann ich selbst erstellen. Manchmal ziehe ich Partner hinzu für spezielle Themen, wenn z.B. auch Spezialanlagen mit veräußert werden sollen oder Immobilien eine wesentliche Rolle spielen werden oder wenn umfangreiche Pensionsverpflichtungen vor einem Verkauf geregelt werden müssen. 



    c) Erste Marktansprache, anonymisiert über einen M&A-Berater, ich bin hier gerne für Sie aktiv


    Ich habe hier ein Netzwerk aus Kaufinteressenten verschiedener Branchen und Beraterkollegen und bin regelmäßig in den diversen, einschlägigen  Datenbanken und Netzwerken aktiv.



    d) Vertiefung der Gespräche mit konkreten Interessenten, die sich aus der ersten Marktansprache ergeben haben. 


    Ich begleite die Gespräche und gemeinsam prüfen wir die Erfolgschancen und besprechen, mit wem Sie idealerweise in Richtung eines Abschlusses wie sprechen sollten. 


    e) Abwicklung des Unternehmensverkaufes und Übergabe.



  • Wie viel Vorlaufzeit sollte man für eine Unternehmensnachfolge einplanen?

    Am besten unterscheiden wir hier die folgenden Situationen: 



    a) Reiner Unternehmensverkauf / reiner M&A-Prozess


    Es geht lediglich um den reinen Unternehmensverkauf? Das Unternehmen ist gut aufgestellt? Das Unternehmen ist ein typischer Marktteilnehmer in einer häufigen, gewöhnlichen Branche? Es sind keine Pensionsverpflichtungen zu regeln, die Bilanz ist einfach strukturiert, ohne irgendwelche Besonderheiten? Das Unternehmen ist in einer Weise aufgestellt, dass die Funktion des verkaufenden Unternehmers (i.d.R. also des Geschäftsführers) in überschaubarer Zeit von einem neuen, fremden Dritten (dem Erwerber) ausgefüllt werden kann. Die Prozesse im Unternehmen sind klar geregelt und von nur "üblicher" Komplexität?  Der Verkauf ist vorgesehen (bzw. wird sehr wahrscheinlich sein) an einen Mitbewerber, einen anderen Unternehmer, vielleicht sogar an eine im Beteiligungserwerb erfahrene Unternehmensgruppe?


    Hier kann man mit 3 bis 12 Monaten Zeitbedarf rechnen. Falls doch das eine oder andere vorab zu regeln wäre auch mal bis zu 24 Monaten, oftmals ist es zielführend, den folgenden Bilanzstichtag "mitzunehmen". 



    b) "Echte" Unternehmensnachfolge 


    Sie wollen Ihr Unternehmen aus Altersgründen abgeben an Ihren Sohn / Ihre Tochter, ein anderes Mitglied der weiteren Familie oder an einen jungen, entwicklungsfähigen Mitarbeiter?


    Ich hatte schon Unternehmer, die sich 7 Jahre vor der geplanten Übergabe strukturiert und schrittweise mit Unterstützung auf die Unternehmensübergabe vorbereitet haben, üblich sind hier durchaus im Durchschnitt so circa 5 Jahre. Es geht schließlich unter anderem auch um die Vorbereitung des vorgesehenen Nachfolgers, ggf. entsprechende Weiterbildung, evtl. Umstrukturierungen im Unternehmen, schrittweise Heranführung an Verantwortungs- und Führungsaufgaben. Gleichzeitig sind in Unternehmen mit längerer Historie regelmäßig Altlasten und regelbedürftige Besonderheiten in der Bilanz, die vor einer Unternehmensübergabe gelöst werden müssen. Oftmals ist es auch das Ziel des Unternehmers, sein Unternehmen vor dem Verkauf optimal für die Zukunft aufzustellen, das hat einerseits positive Auswirkung auf einen erzielbaren Kaufpreis und sichert - das ist vielen Unternehmern wichtig - auch die Arbeitsplätze im Unternehmen.


    Also, ca. 5 Jahre ist ein relativ komfortabler Zeitraum für die Regelung der Nachfolge unter den o.g. Rahmenbedingungen, es geht auch kürzer, manche Unternehmer planen auch noch mehr Zeit dafür ein.



    c) Sondersituationen


    - Bei einem Verkauf in der akuten Krise des Unternehmens: regelmäßig circa 1 bis 6 Monate.


    - Der Unternehmer will vor dem Verkauf das Unternehmen strategisch neu ausrichten und damit das Unternehmen überhaupt erst verkaufsfähig zu machen: circa 3 bis 5 Jahre (man sollte ein paar Bilanzstichtage mitnehmen.


    - Todesfall des Unternehmers: kurzfristig Interimsmanagement installieren, dann je nach Familiensituation von 2 Monaten bis 1 Jahr.


    Eine Grundregel ist im Interesse des Verkäufers wesentlich: Wenn Sie sich Zeit lassen KÖNNEN, werden Sie einen besseren Kaufpreis erzielen! Wenn Sie in begrenztem Zeitraum verkaufen MÜSSEN, wird der erzielbare Kaufpreis niedriger ausfallen.




    Sie sehen, der Zeitbedarf ... es kommt darauf an ...


    Klären wir doch in einem persönlichen Gespräch, wie sich dies bei Ihnen sinnvoll darstellen lässt!

  • Welche Dokumente werden benötigt?

    Hier verweise ich gerne auf meinen Blogartikel zu diesem Thema:


    https://www.christoph-seite.de/unterlagen-unternehmensverkauf


Häufige Fragen zur Sanierung und Restrukturierung in der Unternehmenskrise

  • Welche Handlungsoptionen habe ich, wenn mein Unternehmen zahlungsunfähig zu werden droht?

    Es gibt mehrere Wege – von kurzfristiger Liquiditätssicherung über Verhandlungen mit Gläubigern bis hin zu einem strukturierten Sanierungsverfahren oder Insolvenz in Eigenverwaltung. Welche Option in welcher Weise sinnvoll ist, hängt von Ihrer konkreten Lage ab. Wichtig: Jede Maßnahme erfordert schnelles, professionelles Handeln.

  • Wie verschaffe ich mir sofort einen klaren Überblick über meine finanzielle Situation?

    Entscheidend sind tagesaktuelle Liquiditätspläne und eine realistische Fortführungsprognose. Wir erstellen mit Ihnen diese Analysen, damit Sie wissen: Wie lange reicht die Liquidität, welche Zahlungen haben Priorität und welche Spielräume - zeitlich und in der Höhe - gibt es überhaupt noch.

  • Wann bin ich verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen?

    Liegt Zahlungsunfähigkeit oder droht diese oder liegt Überschuldung vor, müssen Sie als Geschäftsführer handeln. Die rechtliche Prüfung ist komplex – schon wegen möglicher persönlicher Haftung. Ich kläre, ggf. mit Fachjuristen, Ihre konkrete Situation und erstellen dazu die notwendigen Dokumente, bevor es zu Pflichtverletzungen kommt.

  • Welche Rolle spielen Banken, Gläubiger und Lieferanten in einer Sanierung?

    Sie sind Schlüsselakteure. Ohne deren Mitwirkung ist eine nachhaltige Lösung oft nicht möglich. Ich strukturiere Ihnen die Kommunikation, bereite belastbare Unterlagen vor und führe Verhandlungen auf Augenhöhe – damit Vertrauen entsteht und realistische Vereinbarungen getroffen werden können.

  • Welche Sanierungsinstrumente stehen mir heute zur Verfügung?

    Neben außergerichtlichen Restrukturierungen gibt es auch gerichtliche Verfahren wie das StaRUG (Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz) oder die Insolvenz in Eigenverwaltung. Diese Instrumente können Unternehmen entlasten, Schulden neu ordnen und eine Fortführung ermöglichen.

  • Ist ein Unternehmensverkauf in der Krise überhaupt noch realistisch?

    Ja – ein sogenannter Distressed M&A-Prozess ist möglich. Dabei ist Geschwindigkeit entscheidend, weil Werte sonst rasch verloren gehen und die Handlungsoptionen schwinden. Ich spreche potenzielle Käufer gezielt und vertraulich an, um Liquidität oder strategische Partner einzubinden.

  • Wie gehe ich mit Mitarbeitern in einer Krisensituation um?

    Klare und ehrliche Kommunikation ist unverzichtbar. Verschweigen oder Schönreden untergräbt das Vertrauen. Wir helfen, eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln, die Transparenz schafft, ohne Panik auszulösen.

  • Welche Fehler sind in der Krise am gefährlichsten?

    Zu spätes Handeln, selektive Zahlungen ohne Plan (Stichwort: Insolvenzverschleppung), fehlende Dokumentation und Alleingänge ohne externe Expertise. Diese Fehler können zu persönlicher Haftung und endgültigem Verlust der Sanierungsoptionen führen.

  • Wie lange dauert ein Sanierungsprozess in der Praxis?

    Abhängig von der Lage: Eine kurzfristige Liquiditätssicherung kann innerhalb weniger Tage erfolgen, während ein gerichtliches Verfahren mehrere Monate dauert. Entscheidend ist, dass sofort Klarheit geschaffen wird – Verzögerung verschärft die Krise.

  • Alle sprechen immer von einem IDW S 6, was ist das?

    Der IDW S 6 ist ein vom Institut der Wirtschaftsprüfer entwickelter Standard für Sanierungskonzepte. Er legt fest, welche Inhalte und Analysen ein tragfähiges Sanierungsgutachten enthalten muss, damit Banken, Investoren und Gerichte es anerkennen. Er hat sich aus der Rechtsprechung des BGH und der betriebswirtschaftöichen Sanierungspraxis so ergeben.


    Ein IDW-S6-Gutachten beantwortet im Kern drei Fragen:

    • Ist das Unternehmen grundsätzlich sanierungsfähig?
    • Welche Maßnahmen sind nötig, um die Sanierung umzusetzen?
    • Wie sieht die Finanzplanung für die nächsten Jahre aus?

    Für Unternehmer bedeutet das: Mit einem IDW-S6-Konzept schaffen Sie eine belastbare Grundlage, um Gläubiger zu überzeugen und rechtlich auf sicherem Boden zu stehen. Es ist kein „Papier für die Schublade“, sondern ein Prüfstein für die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens. Es lässt sich an die Komplexität des Unternehmens anpassen - gute IDW S6 sind keine Aktenordner voll mit vielen Worten und noch mehr Zahlen, sondern ein zielorientiertes, handlungsanleitendes Dokument, das die Umsetzung auf dem Weg zur Gesundung untermauert.